Plot:

Robert und Dörthe, eine Handvoll Schweine und ein alter Bauernhof,
Idylle pur. Von wegen: eines nachts liegt Robert, berühmter Maler, mit
einem Messer im Rücken im Stall. Kim, das kluge Hauschwein, überlässt
nicht allein der Polizei die Ermittlungen und ahnt, dass „mächtig viel
Ärger“ in dörflicher Luft liegt.

Auf diese viehische Perspektive muss
man sich erst einmal einlassen: ein „kleines rosiges Hausschwein“, das
Wolken zählen kann, pfiffig und hellwach beobachtet, nach
kriminalistischer Manier eins und eins zusammenzählt und sich tierisch
mutig in die Aufklärung stürzt, diese kleine, bezaubernde Spionin auf
vier Pfoten ist sich absolut sicher: „Es gibt wirklich Schweine unter
den Menschen.“ Hilfe bei ihren neugierigen Nachforschungen kommt von
ungeahnter Seite: Lunke, ausgewachsenes Wildschwein und vor Männlichkeit
nur so strotzend, steht Kim auf den 350 Seiten bei und imponiert ihr
dabei mächtig. „Wir fressen, dann gehen wir schwimmen und anschließend
fliegen wir ein bisschen.“ Auf gemeinsamen Ausflügen mit ihm in die
Freiheit ist ein unerfahrenes Hausschwein erst einmal verunsichert. Sind
die „Schwarzen“ wirklich „rücksichtslose Bestien, die immer nur das
eine im Sinn hatten?“

Eine amüsante Kriminalgeschichte, in der es
um wertvolle Bilder, viel, viel Geld, Erpressung, Mord und Drogen geht.
Da wird sogar Kim, die in der sympathischen Dörthe eine echte Freundin
auf zwei Beinen hat, einer Blutprobe unterzogen, gilt gar als
Drogenschwein. „Finden sie heraus, was mit diesem Schwein nicht stimmt.“
Alles bleibt auf kleiner Szene, gleichbleibendem und überschaubarem
Bühnenbild: der Hof und ein angrenzender Wald mit einer ganzen Plantage
‚merkwürdig riechender Pflanzen’ werden auch für weitere Verbrechen
Schauplatz sein. Eine kleine Sau als Star einer saustarken Geschichte?
Das klappt wunderbar, raffiniert erdacht, klug gestrickt und leicht
erzählt. Was will man mehr, als das wohlige Gefühl zu haben, tierisch
charmant unterhalten worden zu sein!